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Vergangenheit trifft Gegenwart
21. Internationale Kunstausstellung „Kunst auf Bayerns Burgen“ mit 147 Künstlern aus neun Ländern

Burgherrin Irene Heuser begrüßt die Gäste der 21. Vernissage „Kunst auf Bayerns Burgen“. Entlang der Burgmauer sind Teile der Ausstellung zu sehen. Foto: Stefan Barte.
Unter dem Motto „Vergangenheit trifft Gegenwart“ wurde die historische Burganlage in Burglengenfeld erneut zu einem besonderen Ort der Begegnung. Die Ausstellung erstreckte sich als „Historische Meile“ entlang der rund 500 Meter langen Burgmauer und bezog zahlreiche Bereiche der Kaiser- und Herzogsburg ein.
Aus insgesamt 700 eingesandten Kunstwerken wählte Irene Heuser gemeinsam mit ihrem Team die Arbeiten für die Präsentation aus. Trotz eines schweren Sturms am Vorabend gelang es den Beteiligten, den beschädigten Turnierplatz rechtzeitig wiederherzustellen und die Vernissage wie geplant auszurichten.
In ihrer Begrüßung hob Irene Heuser die verbindende und friedensstiftende Kraft der Kunst hervor. Auch der stellvertretende Landrat Hans Prechtl und Bürgermeister Martin Antretter würdigten das außergewöhnliche Ambiente, das kulturelle Engagement sowie die Verbindung von Kunst und Inklusion in den Heuser-Einrichtungen. Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von Pianist Robert Krebs, der mit „Warme Momente“ eigens ein Stück für die Veranstaltung komponiert hatte.
Die ausgestellten Werke konnten nicht nur besichtigt, sondern auch erworben werden. Der Erlös kam den Klienten zugute. Der vollständige Pressebericht von Stefan Barte steht nachfolgend als PDF zur Verfügung.

Irene und Johannes Heuser mit den Ehrengästen Hans Prechtl und Frau Irmgard sowie Bürgermeister Martin Antretter.
PRESSEBERICHT
Vergangenheit trifft Gegenwart
21. Internationale Kunstausstellung: 147 Künstler aus neun Ländern nahmen teil
Von Stefan Barte
Burglengenfeld. Unter dem Motto „Vergangenheit trifft Gegenwart“ eröffneten Irene und Johannes Heuser die 21. Internationale Ausstellung „Kunst auf Bayerns Burgen“ am Freitagmorgen in Burglengenfeld mit einer stilvollen Vernissage, die faktisch die gesamte Kaiser- und Herzogsburg mit einbezog. Die Installationen und Bildpräsentationen zogen sich in einer sogenannten „Historischen Meile“ von der 500 Meter langen Burgmauer über den Zehrgarden aus dem 11. Jahrhundert bis hin zur „Blauen Disko“ und einem Hundertwasserhaus.
Liebevoll wurden die besten der insgesamt 700 eingesandten Kunstwerke dabei mit geschultem Blick von Irene Heuser an jedem freien Fleckchen und in jedem Eckchen entsprechend in Szene gesetzt. Fast wäre die Gesamtinstallation mit den beinhalteten wochenlangen Vorbereitungsarbeiten innerhalb von Minuten Opfer eines plötzlich auftretenden starken Vorabendsturms geworden, aber mit vereinten Kräften konnte der verwüstete Turnierplatz in Rekordzeit wieder aufgebaut werden, sodass die vielen Gäste aus nah und fern dann doch an den festlich arrangierten Tafeln Platz nehmen konnten.
Picassos Weltfriedenstaube als Hintergrund gewählt
In ihrer Begrüßungsansprache verwies Irene Heuser auf die starke Wirkung von Kunst, die aus ihrer Überzeugung heraus sogar gegen Krieg eingesetzt werden könne. Daher war es auch kein Zufall, dass das von ihr gewählte Hintergrundbild die Darstellung von Pablo Picassos Weltfriedenstaube beinhaltete. Heuser sprach dabei die Hoffnung aus, dass diese Taube nun auch noch zu anderen Menschen in Not fliegen möge.
Als erster Festredner ergriff stellvertretender Landrat Hans Prechtl (CSU) das Wort und ging zunächst auf die Lengenfelder Burg selbst ein. Mit ihr verbinde er ein ganz besonderes Ambiente. Sie sei zunächst für den Ort namensgebend, stehe aber auch als Synonym für die Unterbringung von Menschen mit Behinderung und weiterhin stehe die Ansicht der Silhouette für die Heimat.
Danach gab Prechtl seine Gedanken zur Kunst preis, denn in seinen Augen sei die größte Barriere zwischen Menschen die Sprache. Was sie jedoch verbinden könne, sei Kunst, Sport, Musik und Kultur. Kunst könne deshalb alle Menschen verbinden. Wenn sie, wie im Falle der Heuser-Einrichtungen, auch noch für die Inklusion stehe, dann wäre dies eine wunderbare Sache. Abschließend dankte der stellvertretende Landrat Irene Heuser für ihr Lebenswerk. „Wenn ich auch einmal 90 Jahre alt bin, dann hoffe ich, auch so sprechen zu können wie Sie“, waren seine bewundernden Worte für die Burgherrin.
Bürgermeister Martin Antretter (SPD) bekannte gleich zu Anfang seiner Rede sein Faible für die Bauhauskunst, die er an mehreren Stellen erkannt hätte, und würde somit fast alle Bilder in seine Wohnung hängen. Das Stadtoberhaupt erkannte in der Kunstausstellung ein einzigartiges Ambiente, in dem man sehe, welche Kräfte, Vielfalt und Ausdrucksweisen in der Kunst stecken. Man könne damit andere Blickwinkel einnehmen. Dieses Engagement verdiene höchste Anerkennung seitens der Stadt Burglengenfeld, und er danke zudem den Künstlern, die einen an ihren Gedanken teilhaben lassen.
Pianist komponierte extra ein Lied für die Veranstaltung
Auch Geschichtliches kam nicht zu kurz, denn anschließend beleuchtete Evi Vohburger die nicht so einfach zu durchdringende Familiengeschichte der neuburgischen Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp. Sie residierten lange auf der Burg und verliehen Burglengenfeld im Jahre 1542 das Stadtrecht.
Anschließend erwartete bereits Pianist Robert Krebs aus Frankfurt die Gäste in der Zitronen-Orangerie und verzauberte sie mit einem eigens für die Vernissage komponierten Stück am Flügel. Er nannte es „Warme Momente“ und sollte sowohl Zwischenmenschliches hörbar machen, was durch die Bilder ausgedrückt werde, als auch die Stimmung des Tages widerspiegeln. Die Zuhörer bedachten den Pianisten dabei mit Applaus.
INFOBOX „AUF DER BURG“
Werke: Alle ausgestellten Werke können sowohl besichtigt als auch erworben werden. Die Preise bewegen sich zwischen 50 und 150 Euro. Der gesamte Erlös kommt den Klienten zugute.
Führungen: Jeweils durch eine Kunsttherapeutin begleitet, erfolgt eine Führung durch die Ausstellung, bei der Fragen beantwortet und weitere Infos gegeben werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, einfach in den nachfolgenden Zeiten vorbeikommen: 3. bis 7. und 10. bis 14. August, Montag bis Freitag von 14 bis 16 Uhr.
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